Da die neue Wettkampfsaison und verschiedene Turniere vor der Tür stehen, kann ich aus meiner langjährigen Erfahrung ein paar Tipps für die Spieler preisgeben.
1. Termin-/Trainingsplan erstellen
Dieser Plan kann je nach Wichtigkeit des Turniers sich über mehrere Tage und Wochen erstrecken.
2. Eröffnungen festlegen
Aus der Vielzahl der Eröffnungen sucht man sich diese heraus die sich bewährt haben und die einem liegen. Dabei sollte schon auch auf die technische Unterstützung zurück gegriffen werden. Für Überraschungen kann durchaus eine ungewöhnliche Eröffnung hinzugefügt werden.
a) mit Weiß maximal 2
b) mit Schwarz eine gegen 1.e4 …; eine gegen 1.d4 …; eine gegen 1.Sf3 …/ 1.c4 …; eine gegen Verschiedenes z.B. 1.b4 …; 1.f4 …; 1.b3 …; 1. g3 …
c) Überraschungseröffnung 1x für Weiß, 1x für Schwarz
3.Kombinationen aussuchen
2 – 3 Kombinationen täglich anschauen und am besten auf dem Schachbrett nachspielen. Tacktigtraining mit dem Computer und geeigneter Software ist auch nicht schlecht jedoch nicht so effektiv. Da Schachspieler oft ein ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis haben, bleibt das plastisch Gesehene besser im Gedächtnis haften.
4. Training in kleinen Schritten vorbereiten.
Sich für einen Tag nicht soviel vornehmen, was man am Ende doch nicht schafft. Oft ist Weniger mehr.
5. Wenn möglich täglich trainieren.
Kontinuierliches tägliches Training bringt den größten Erfolg, wenn es auch nur 15 Minuten Täglich sind. Wird das vorgenommene Training des Tages nicht vollbracht, am nächsten Tag nachholen. Werden mehrere Tage vernachlässigt, am Wochenende nachholen.
6. Ruhezeit
1 – 2 Tage vor dem Turnier sollte man sich eine Pause gönnen und sich möglichst nicht mit Schach befassen. Was man vorher tage-lang geübt bzw. gelernt hat, muss sich gedanklich setzen. Sonst kann es passieren, dass man übertrainiert ist. Dies kann genauso schlecht sein wie kein Training.
7. Körperliche Fitness
Ein gesunder Geist funktioniert am Besten in einem gesunden Körper. Deshalb ist jeder Sport der eine gewisse körperliche Anstrengung erfordert geeignet. Mindestens sollte man jeden Tag einen ausgedehnten Spaziergang an der frischen Luft unter-nehmen.
8. Essen
Vor der Partie sollte man auch seinen Essensplan überprüfen. Nicht alles ist gut geeignet. Schachspieler brauchen große Ausdauer und Power über mehrere Stunden hinweg. Dies erreicht man am Besten mit Kohlenhydraten. Weniger geeignet ist Fleisch und vor allem Salat. Diese sind in der Regel schwer verdaulich und ziehen daher viel Blut aus dem Gehirn. Eine hervorragende Mahlzeit wäre z. B. Nudeln mit Tomatensoße. Hiervon kann auch richtig viel gegessen werden, weil die Kohlenhydrate nach und nach frei gesetzt werden, was lang anhaltende Energie garantiert.
Auch der Genuss von Kaffee und Tee sollte in Grenzen gehalten werden. Koffein wirkt als Muntermacher zwar schnell, aber die Wirkung lässt auch schnell wieder nach. Tein wirkt genauso wie Koffein nur etwas langsamer, dafür wirkt er aber etwas länger. Zuviel von Beidem ist nicht nur ungesund sondern stört auch die geistige Fähigkeit.

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