Nachfolgend ein paar lehrreiche partieähnliche Studien. Wir folgen auszugsweise dem Buch:
Gerd Wilhelm Hörning und Gerhard Josten – Schach Zwischen Krieg und Kunst – Edition Jung 2004, DIN A5, 369 Seiten, kartoniert.
Studien präsentieren alle in einer Partie möglichen Ereignisse in komprimierter Form.
Die orthodoxen Schachprobleme mit ihrer speziellen und partiefremden Forderung nach einem Matt in einer bestimmten Anzahl von Zügen unterscheiden sich von den Studien, die sich streng an den geltenden Schachregeln der FIDE orientieren. Leider ist im Artikel 17 der Kompositionsregeln der FIDE eine unrühmliche Ausnahme gemacht worden: Die 50–Züge–Regel gilt danach für Schachkompositionen nicht. Zum Glück greift diese Regelung nur in den seltensten Fällen. Meister des Partieschachs wie Botwinnik, Bronstein, Keres oder Smyslow haben sich eingehend mit Endspielstudien befasst und eigene Stücke produziert. Berühmt – und leider inkorrekt – ist die einzige Studie des Schachweltmeisters Capablanca mit einem sehr langen Lösungsweg. Hier zeigen wir aber ein intaktes Beispiel:
1
Wassiliy Smyslow
Weiß am Zuge hält remis.
Smyslow veröffentlichte fast alle seine Studien, bevor er 20 Jahre alt war. Fast 40 Jahre später befasste er sich erneut mit diesem Schachzweig und wandte sich seinem speziellen Steckenpferd zu, dem Läuferpaar.
2
Adolf Anderssen 1842
Matt in 4 Zügen.
3
A. Troitzky, Deutsche Schachzeitung 1913
Weiß am Zuge gewinnt.
4
Johann Berger 1927
Matt in 3 Zügen.
5
Aus dem Buch „Kasparov lehrt Schach“ 1986
Weiß am Zuge gewinnt.
Nach dem 8. Zug ergab sich folgende Stellung.
5a
6
Weiß an Zuge gewinnt.
7
H. Mattison – Verbesserung durch T. Gorgijew Schachmaty w SSSR 1963
8
Weiß am Zuge gewinnt.
9
Hasek, Cescolovensky Sach, 1929
10
Weiß am Zuge gewinnt.
11
P. Stamma 1737
Weiß am Zuge gewinnt.

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