Variante 5 1.Sf3 f5
Schwarz strebt einen holländischen Aufbau an. Dies gelingt ihm aber nur, wenn Weiß den normalen Zukertort-Aufbau spielt, siehe hierzu die Variante 5.1 Weiß hat aber noch ein Gambit in Petto. 2.e4!? … Das Lisitsin-Gambit ist eine effektive Überraschungswaffe. Da Schwarz nach 1.Sf3 f5 hauptsächlich mit den Zügen d4, c4 oder b3 von Weiß rechnet, kommt 2.e4 … unerwartet. Dieser Zug führt zu ungewöhnlichen, oft kombinationsreichen Stellungen, in denen Schwarz leicht Fehler begehen kann. Meistens antwortet Schwarz mit: 2… fxe4 oder 2… e5. 2… fxe4 sieht Weiß am liebsten, wenn Schwarz das Gambit an-nimmt. Dies führt auch zu den wildesten und ungewöhnlichsten Stellungen.
1.Sf3 f5 2.e4 fxe4 3.Sg5 Sf6 4.d3 e3 5.Lxe3 e5 6.d4…………..
4……g6………………………………….
4……d6………………………………….
4….Sc6………………………………….
4……e6………………………………….
4..exd3………………………………….
4……d5………………………………….
3…..e6………………………………………………..
3…Sc6………………………………………………..
3…..e5………………………………………………..
2.e5 e5………………………………………………………………..
Variante 5.1 1.Sf3 f5
Spieler, die f5 in ihrem Repertoire haben, wollen wie schon gesagt einen Holländischen- oder Leningrader Aufbau anstreben. Wenn Weiß nicht das Gambit mit 2.e4 … spielen will, ist 2.b3 … die Alternative, um zum normalen Aufbau zu kommen.
1.Sf3 f5 2.b3 Sf6 3.Lb2 e6 4.g3 Le7 5.Lg2 0-0 6.0-0………….
3……..d6
2…….e6………………………………………………………………
2…….d6………………………………………………………………
Variante 6 1.Sf3 d6
Ein Zug der zu mehreren Varianten führen kann. Die Hauptidee von Schwarz ist e5 oder c5 durchzusetzen. Dies liegt nicht, zumindest was e5 betrifft, im Interesse von Weiß. Deshalb sollte Weiß 2.d4 … spielen. Der natürliche Zug, der im Moment e5 und c5 verhindert.
1.Sf3 d6 2.d4 g6 3.b3 Lg7 4.Kb2 Sf6 5.g3 c5 6.Lg2…………….
2…..g6………………………………………………………………..
2…Sf6………………………………………………………………..
2…Lg4……………………………………………………………….
Variante 7 1.Sf3 e6
Nach diesem Zug strebt Schwarz einen französischen Aufbau in Verbindung mit d5 und c5 an, oder einen holländischen Aufbau mit f5. Weiß ist das egal und spielt sowieso 2.b3 …
1.Sf3 e6 2.b3 b6 3.g3 Lb7 4.Lg2 Sf6 5.Lb2 Le7 6.0-0…………
2…..Sf6……………………………………………………………….
2……d5……………………………………………………………….
2……f5………………………………………………………………..
2…..b6………………………………………………………………..
Variante 8 1.Sf3 Sc6
Schwarz schickt sich an sofort e5 zu spielen. Dies will und muss Weiß natürlich nicht zulassen und spielt deshalb 2.d4 … Dieser Zug muss sofort geschehen, wenn e5 verhindert werden soll.
2.b3 … wird zur Zeit oft auch von Großmeistern gespielt und ist beliebt mit vielversprechende Ideen. Aber nicht jeder ist Großmeister. 2.d4 … wird von den Autoren bevorzugt.
1.Sf3 Sc6 2.d4 e6 3.g3 d5 4.Lg2 Ld6 5.0-0 b6 6.b3…………..
2……d6……………………………………………………………
2……d5……………………………………………………………
2…..Sf6……………………………………………………………
2.b3………………………………………………………………..
Variante 9 1.Sf3 b6
In dieser Variante strebt Schwarz einen Damenindischen Aufbau an. Der Plan im Dameninder ist einfach. Schwarz will die Diagonale h1–a8 besetzen und den Punkt e4 in Besitz nehmen, damit seine Springer Stützpunkte im Zentrum erhalten. Nur bei genauer weißer Spielweise kommt Schwarz nicht dazu.
1.Sf3 b6 2.b3 Sf6 3.Lb2 g6 4.e4 d6 5.e5 dxe5 6.Sxe5…………
2…..Lb7……………………………………………………………..
Variante 10 1.Sf3 c6
Ein neutraler Zug, der mögliche Übergänge in andere Varianten zulässt.

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