Schachfieber
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A. D. Philidor / Dr. Kurt G. Köhler
Praktische Anweisung zum Schachspiel
Philidor ist für uns heute ein Begriff und eine Legende zugleich. Und doch wissen wir über seine "Lehre" weinig Konkretes. Damit ergeben sich die folgenden 2 Gründe für die Neubearbeitung und die Erweiterung seines Buches:
1. Die deutsche Übersetzung des Philidor'schen Buches "Analyse du jeu des échecs" (London 1777) von Ewald mit dem Titel "Praktische Anweisung zum Schachspiel" stammt aus dem Jahre 1779. Bisher liegt eine brauchbare Neubearbeitung weder der Philidor'schen Ausgabe noch die der Ewald'schen Übersetzung vor. Beide Bücher wurden im Stile der damaligen Zeit geschrieben. Stil und Sprache sind umständlich. Die Züge sind in beschreibender Notation gegeben, wodurch die Spiele schwer nachzuspielen sind. Alles in allem sind sie als Lehrbücher nicht zu gebrauchen. Sie haben hauptsächlich historische Werte.
2. Philidor wurde von der Schachgeschichte als Begründer des Positionsspiels nicht genügend gewürdigt. Gründe hierfür sind in den Kapiteln "Philidor's Lehre" und bei der Frage "Warum blieb Philidor im Schatten der Schachgeschichte?" dargelegt. Bei der Neubearbeitung des schachtheoretischen Teils war es daher erforderlich, beide Mängel zu beheben. Im einzelnen sind folgende Punkte besonders hervorzuheben:
1. Die Züge sind in die heute übliche algebraische Notation gesetzt.
2. Der altmodische, gotische Text wurde in den heutigen Schrift- und Sprachgebrauch "umgeschrieben".
3. Philidor hat mit den Anmerkungen seine "Lehrsätze" geschrieben. Die zwischen den Anmerkungen eingebauten Lehren oder Empfehlungen sind mit zeitgemäßen Definitionen, Begriffen und Motiven versehen. Sie betreffen strategische und taktische Elemente.
4. Der schachtheoretische Teil enthält 84 Diagramme, wodurch das Nachspielen der Varianten erleichtert wird.
5. Alle Spiele, d.h. die Eröffnungsspiele und die Endspiele, sind zusätzlich der Übersicht wegen in einer Kurznotation in einem gesonderten Abschnitt (6) gebracht.
6. Bei der Bearbeitung ging es nicht um Korrektheiten der Philidor'schen Varianten, sondern um die Darstellung seiner "Lehre" und um seine schachgeschichtliche Bedeutung als der wahre Begründer des Positionsspiels.
Nach dem schachtheoretischen Teil enthält das Buch noch einen erweiterten biografisch-historischen Teil.
Im biografischen Abschnitt wird Philidor als Person, als Schachspieler und als Musiker behandelt.
Die Zeittafel bringt uns Philidor als Mensch in seiner Zeit näher. Aus ihr sind auch die Zusammenhänge seines weiteren Weges abzulesen. Der Schachspieler Philidor wird mit seiner Lehre, mit einigen Partienbeispielen und als Blindspieler vorgestellt.
Im Kapitel "Philidor als Musiker" wird erwähnt, warum er keine Laufbahn in der königlichen Hofkapelle, so wie seine Vorfahren, bekam. Seine wichtigsten Werke sind genannt.
Im historischen Abschnitt wird die bis Philidor erschienene wichtigste Schachliteratur des neuen Schachs aufgeführt. Über die Autoren und ihre Bücher wird das eine oder andere gesagt.
Bezüglich der Zeit, in der Philidor lebte, wird über einige alte Schachcafés und Schachklubs in Frankreich und England Wissenswertes mitgeteilt. Darüber hinaus werden auch Personen erwähnt, die mit Philidor als Schachspieler und als Musiker in Zusammenhang gebracht werden können.
Wegen des historischen Charakters des Buches werden Literaturangaben sowohl im Text als auch am Ende des Buches als selbstverständlich erachtet.
Die Abbildungen stammen aus der erwähnten Literatur.
Ein Wort des Dankes gilt wiederum Herrn Henk Chervet und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Abteilung "Bijzondere Collectie Schaken" der Königlichen Bibliothek 's-Gravenhage (Den Haag) für ihre Hilfsbereitschaft sowie Herrn Karl-Otto Jung bzw. dem Neu-Jung Verlag für die Gestaltung und Veröffentlichung des Buches. Mein besonderer Dank gilt meiner Frau Marianne, die mir freie Hand ließ das Buch zu schreiben und mir zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand.
Ein Schlußwort an die Leser:
Sollten die Erwartungen der Leser nicht erfüllt worden sein, so bittet der Verfasser um Nachsicht im Sinne eines chinesischen Sprichwortes: Kritik kann man vermeiden, indem man nichts sagt, nichts tut und nichts ist.

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