Schachfieber
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Gerd Wilhelm Hörning
Im Traumland der Schachstudie
Mit großer Freude stelle ich ihnen ein weiteres Buch meiner deutschen Endspielstudienfreunde vor. Gerd Wilhelm Hörning hat in den vergangenen Jahren zusammen mit seinem Landsmann Gerhard Josten eine Menge für unsere beliebte Kunst geleistet. Beurteilt man die große Anzahl der Leserreaktionen, hat ihre Kolumne der Endspielstudien in der Rochade Europa eine große Zahl von Lesern. Sie brachten es erfolgreich fertig, die Lücke zwischen den Experten und den o. t. b. Schachspielern (over the board Chess) zu schließen, was manchmal bei den Endspielstudien alles andere als einfach war. Ich habe ein holländisches Endspielmagazin herausgegeben, welches nur eine handvoll Abonnenten ansprach. Das Magazin heißt EBUR, ein Anagramm des Namens Alexander Reub (erster Vorsitzender der FIDE und ein namhafter, holländischer Endspielstudienexperte) aus dem Latein für Elfenbeinturm… . Zweifelsohne ist dieses Buch von Gerd Wilhelm Hörning auch für die allgemeine Leserschaft interessant zu lesen. Während Experten mehr an der wissenschaftlichen Sichtweise haften, nähert sich Hörning der Endspielkunst von beiden, dem prosaischen-philosophischen Weg (das Ende des Spiels) als ein Rätsel, ebenso vom romantischen Weg, (wie Alice im Wunderland, die Sie bei der Hand nimmt)
Ich bin überzeugt, wenn Hörning 150 Jahre früher in UK geboren worden wäre, wäre er ein hervorragender Mitarbeiter dieses Magazins geworden. Chess, Games of Skill and Drama! Alles ist in diesem Buch enthalten! Es ist verblüffend und ein bisschen unheimlich (werfen Sie auch einen Blick auf die Zeichnung auf Seite 8: eine Reproduktion aus einem Magazin des 19.Jahrhunderts?). Das Diagramm nimmt Hörning´s Endspielstudienerfindung vorweg. Haben Sie die Ungeschicklichkeit im Diagramm bemerkt? Was ist mit dem schwarzen Läufer auf a8? Die Experten würden nun einen Fehler vermuten. Ihre Regeln bestimmen, dass die Anfangsposition einer Endspielstudie seinen Ursprung in einem o. t. b. Spiel hat. Hörning war der erste, der bemerkte, dass „ 960 Chess“ diese, in einem o. t. b. vorkommende Diagrammstellung erlaubt. Er erörtert, dass solche Studien erlaubt würden, und dass diese einige neue Möglichkeiten eröffnet. Zum Beispiel die merkwürdige Stellung des schwarzen Läufers in Horwitz Studie macht es für Weiß möglich, zu gewinnen. Sicherlich sind Sie in der Lage, den Schlüsselzug herauszufinden. Horwitz war sich möglicherweise seiner Entdeckung nicht bewusst und verfolgte seine Idee nicht weiter.
Die Endspielstudien von Hörning sind wahre Rätsel; einige der Studien sind sogar für Computer unlösbar. Ich bin überzeugt, dass die Leser eine vergnügliche Zeit beim Nachspielen der Lösung haben werden. Als FIDERichter für Endspielstudien muss ich die Nr.20 und 21 empfehlen. Ich bevorzuge Studien mit überraschendem Spiel und Schlüsselzügen ohne Figurenschlag und Schachgeboten.
Ich wünsche den Lesern sehr viel Spaß mit diesem Buch und hoffe, dass Sie vielleicht selbst angeregt werden, eine Studie zu komponieren.

16,80 €
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